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06 | 02 | 2012
Das Fenster Mai+Juni 2010 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 28. April 2010 um 11:27 Uhr
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Das Fenster Mai+Juni 2010
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Das neue Fenster Mai und Juni 2010

Das erste Fenster der neuen Gemeinde St. Mathilde Quedlinburg, zu dem die drei ehemaligen Gemeinden St. Mathilde (Quedlinburg), Herz-Jesu (Thale) und St. Gertrud (Hedersleben) gehören. Lesen Sie dazu auch weiter im Fenster! Aus diesem besonderen Anlass finden Sie diesmal auch (fast) das komplette Fenster in Druckfassung hier vor - einfach runterladen und anschauen. Leider mussten aus technischen Gründen die reinen Fotoseiten vom Mathildentag und vom Emmausgang entfernt werden.

 

Titelthema: Kirche - ein Dienstleistungsunternehmen?!

Gemeinde – wie ein Omnibus.
Dieser Vergleich kam mir in den Sinn, als ich das Bild auf der ersten Seite des Pfarrblattes sah – noch dazu mit meiner Vergangenheit als Kfz-Schlosser. Schauen wir uns diesen Vergleich von verschiedenen Seiten einmal an. Gottes Heil ist nicht teilbar: es gilt allen Menschen. Das muss man betonen in einer Welt voller Privatbesitz! In der lateinischen Bibel steht an dieser Stelle ein lustiges Wort: "omnibus". Das kennen wir doch noch, oder! Meistens ist nur das Kürzel "Bus" übrig geblieben von dem schönen Wort "Omnibus". Das eben heißt: für alle. Der Omnibus ist eben nicht das Privatauto, mein Besitz, dein Wagen – der Omnibus ist das Auto für alle, hier können alle mitfahren, weil es keinem gehört. Er öffnet seine Türen für alle, die an den Haltestellen des Lebens warten und einsteigen wollen. Jede und jeder dürfen einsteigen: Jugendliche und Kinder, Frauen und Männer, mit Familie oder allein, Engagierte oder Fernstehende, Glückliche und Traurige, hoch Angesehene oder mehr Außenseiter, alle, die in einer gelingenden Beziehung leben und alle, deren Beziehung unter Schmerzen zerbrochen ist, unruhig Suchende und alle, die meinen, Gott schon in ihrem Leben gefunden zu haben: unsere Gemeinde, ein Omnibus für alle, das ist, so hoffe ich, unsere Vision!!!
Zwei Personengruppen erfordern die besondere Aufmerksamkeit der Businsassen: Zunächst die Säuglinge in den Kinderwagen. Da braucht es hilfreiche Hände, die mit anpacken und hoch hieven, und Mitfahrer, die Verständnis zeigen, wenn das Geschrei losgeht. Ebenso erleichtert eine stützende Hand manchem Älter gewordenen das Zusteigen. Und aufstehen für einen Älteren, wenn alle Plätze besetzt sind, ist auch heute noch eine Haltung, die es lohnt, an Kinder und Jugendliche weitergegeben zu werden.

Apropos Jugendliche: Um ihnen das Mitfahren im Gemeinde-Omnibus schmackhaft und attraktiv zu machen, brauchen wir im Omnibus auch ihre Musik, die sie kennen und mögen, eine Atmosphäre, in der sie sich wohl fühlen und gern mit dabei sind, wo sie etwas erleben, sich ausprobieren und ihre Zukunftsträume testen können. An bestimmten Haltestellen des Lebens bleiben die Türen besonders weit und lange geöffnet, weil da Menschen für den Sinn ihres Lebens und für religiöse Erfahrungen besonders empfänglich sind: bei der Taufe, in Momenten des Hochgefühls bei einer Hochzeit wie auch in Stunden der Trauer und des
Schmerzes.
Der Busfahrer, meist noch ein Geistlicher, sitzt vorne am Steuer. Wer vorne sitzt, sitzt allein, um die Straße gut im Blick zu haben. Allein aber heißt ja nicht einsam. Er ist ja für alle im Bus da. An den Haltestellen kann er unter die Leute gehen, ihnen etwas Aufmunterndes sagen, die gefahrene Wegstrecke im Licht der Bibel erläutern und den neu dazu Kommenden einen ersten positiven Eindruck vermitteln. Der Busfahrer hat auch darauf zu achten, ob der Tank noch voll ist. Wenn die Treibstoffanzeige in die gefährliche Zone rutscht und das Alarmlämpchen aufleuchtet, darf er dieses Alarmsignal nicht übersehen, damit der Bus nicht plötzlich stehen bleibt. Ist noch genügend Öl der Wachsamkeit auf die Ankunft des Herrn im Getriebe? Gibt es noch genügend Kraftstoffe durch Mitfeier der Gottesdienste und durch persönliches Beten? Oder droht Getriebeschaden durch Austrocknen? Sind noch genügend Kraft- und Heizstoffe für eine angenehme Temperatur und dadurch für ein angenehmes Miteinander im Bus vorhanden?
Der Chef des Busunternehmens Kirche ist Jesus Christus selbst. Er ermutigt die Fahrgäste, hilft in Tunneln der Enttäuschung, auf dem Glatteis schwieriger Richtungsentscheidungen des Busunternehmens Kirche und in unĂĽbersichtliches Kurven des eigenen Lebensverlaufs. Dieser Chef ist auch heute wieder mitten unter uns, Jesus selbst. Und er begleitet uns. Aber einsteigen und fahren mĂĽssen wir selber. Nur dann  werden wir auch fähig, die im Unterwegssein auftretenden Probleme, Staus und Umwege gemeinsam zu meistern.

Gemeinde ein Dienstleistungsunternehmen? – Ich sage ja. Aber ein Dienstleistungsunternehmen, das mich auch persönlich in die Pflicht nimmt, meinen Dienst auch an- und mit anderen, sowie für andere zu leisten. Auch wenn es einem manchmal wie das Befahren einer Einbahnstraße erscheint. Denn dieser Dienst ist doch letztlich nur Antwort auf den Dienst und die Liebe, die uns Christus als erster erwiesen hat
– omnibus – für alle. Da reicht das Lösen einer Fahrkarte nicht allein. Es bedarf auch des Vertrauens auf das Busunternehmen, auf seine Angestellten und die Bereitschaft, miteinander auf Fahrt zu gehen und keinen zu übersehen, der am Wegrand steht und mitfahren möchte.

Will Gott Erfolg? Ja, er will – auch wenn dieses Wort „Erfolg“ nicht in der Hl. Schrift steht.
• Erfolg ist, die Botschaft, die die Kirche hat, zu Gehör zu bringen.
• Erfolg ist, Menschen von der Wahrheit der christlichen Botschaft zu überzeugen.
• Erfolg ist, andere Christen zur Mitarbeit an dieser Aufgabe zu motivieren.
• Erfolg ist, Menschen in der Gemeinde Gemeinschaft zu bieten.
• Erfolg ist, anderen karitativ zu helfen, damit sie in einer christlichen Gesellschaft nicht verhungern, erfrieren oder seelisch zugrunde gehen.

In der Bibel steht dazu ĂĽbrigens der Satz: "Gott will, dass allen Menschen geholfen wird und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen."

Eine beeindruckende Zielvorgabe!
Pfarrer Christoph Tretschok

 



Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 28. April 2010 um 12:09 Uhr
 
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  • Do 18.30 Uhr Hl. Messe
  • Sa 18.30 Uhr Hl. Messe
  • So 10.30 Uhr Hochamt
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Der letzte Gottesdienst in St. Wiperti ist Erntedank am 2.10.2011, danach bis etwa Pfingsten sind auch die Sonntagsgottesdienste wieder in St. Mathilde.

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Am 2. Mai 2010 begann ein neues Kapitel: die drei Gemeinden des Gemeindeverbundes wurden aufgelöst und die neue Pfarrei St. Mathilde Quedlinburg gegründet. Zur Pressemitteilung

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